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Unser Stiftungsauftrag

Wen fördern wir?

Als benachteiligt gelten Kinder und Jugendliche

- aus einkommensschwachen oder bildungsfernen Familien, die verminderte Chancen auf Förderung, Orientierung und schulischen Erfolg haben,
- mit Migrations- oder Fluchthintergrund, die aufgrund sprachlicher oder kultureller Barrieren Nachteile im Bildungssystem erfahren,
- aus familiär belasteten Situationen (z. B. Alleinerziehende, Pflegefamilien, instabile Wohn- und Lebensverhältnisse) oder
- mit eingeschränktem Zugang zu Bildungsressourcen, Netzwerken und gesellschaftlicher Teilhabe.

Wie fördern wir?

In jedem Kind steckt das Potental, selbstbestimmt seinen Weg zu gehen. Unsere Aufgabe ist es

 

  1. dieses Potential zu erkennen
  2. Stärken und Entwicklungsfelder zu analysieren, ​
  3. Selbstvertrauen, Motivation und persönliche Fähigkeiten zu stärken,​
  4. die persönliche Entwicklung ganzheitlich und individuell zu begleiten, ​
  5. die Fortschritte zu überprüfen und diese sichtbar zu machen,​
  6. sie zu befähigen, ihre Chancen eigenständig zu nutzen.​

 

Denn echte Förderung bedeutet für uns, Menschen zu befähigen, aus eigener Kraft ihren Weg zu gehen, d.h. keine dauerhafte Unterstützung,  immer mit dem Leitgedanken in unserer Förderung: Hilfe zur Selbsthilfe. Ein Kind wird begleitet, aber nicht getragen.

Unser Förderungsablauf

1) Auswahl der Teilnehmer

Gemeinsam mit Pädagogen wählen wir an unseren Projektschulen sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche aus, bei denen eine Förderung sinnvoll und vielversprechend erscheint.

Dies sind in der Regel Kinder und Jugendlichen, die aufgrund ihrer familiären Situation oder ihrer Lebensumstände nicht die Möglichkeit haben, ihr Potential zu nutzen, aber dennoch willens sind, erfolgreich im Leben zu sein.

Oft sind wir für diese Kinder und Jugendlichen der letzte Rettungsanker. Sie haben den Anschluss an eine altersgerechte Entwicklung verloren oder finden ihn nicht. Die Gefahr des Abrutschens in Kriminalität, Drogen oder ähnliche Bereiche ist sehr hoch. Zudem besteht die Gefahr, dass die Jugendlichen später in Statistiken der Sozialhilfeempfänger und der Psychiatriepatienten auftauchen. 

 

2) Analyse der Stärken und Schwächen

Wir betrachten jeden Teilnehmer ganzheitlich. In persönlichen Gesprächen erfahren wir viel über die Schwierigkeiten der Kinder und Jugendlichen. Neben schulischen Fähigkeiten analysieren wir auch soziale Kompetenzen, emotionale Stabilität, Motivation, Eigenverantwortung und persönliche Potenziale. Auf dieser Grundlage identifizieren wir individuelle Stärken und Entwicklungsfelder und schaffen die Basis für eine gezielte und nachhaltige Förderung.

3) Erstellung von Entwicklungsplan und Entwicklungszielen

Auf Basis der Analyse erstellen wir für jeden Teilnehmer einen individuellen Entwicklungsplan mit klar definierten Entwicklungszielen. Dabei betrachten wir schulische, soziale, emotionale und praktische Kompetenzen gleichermaßen.

Gemeinsam legen wir fest, welche Unterstützung benötigt wird und stellen die notwendigen Ressourcen bereit. So entsteht ein konkreter Fahrplan für die persönliche Entwicklung und den nachhaltigen Bildungserfolg.

 

4) Coaching mit Trainigsplan und Trainingszielen

Unsere multiprofessionellen Coaches begleiten die Teilnehmer intensiv und individuell auf ihrem Entwicklungsweg. Als primäre Ansprechpartner arbeiten sie kontinuierlich an fachlichen, sozialen und persönlichen Trainingszielen.

Bei Bedarf ergänzen Experten aus Pädagogik, Psychologie, Sportwissenschaft, Medizin oder Berufsorientierung die Förderung. Praxisnahe Aktivitäten, kulturelle Angebote und gesellschaftliche Begegnungen runden das Coaching ab und eröffnen neue Perspektiven.

5) Überprüfung der Entwicklungsziele

Wir überprüfen regelmäßig die vereinbarten Entwicklungsziele und passen die Förderung individuell an den tatsächlichen Entwicklungsstand an. Dabei arbeiten wir bei Bedarf eng mit Eltern, Schulen und weiteren Bezugspersonen zusammen.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Förderung ist die aktive Mitwirkung der Teilnehmer: Eigeninitiative, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, Chancen zu nutzen. Denn nachhaltige Entwicklung entsteht durch Förderung und persönliche Verantwortung gleichermaßen.

 

6) Erkennung der Chancen

Mit dem Erreichen der vereinbarten Entwicklungsziele endet unsere Verantwortung nicht. Auch nach Abschluss der intensiven Förderung bleiben wir mit unseren Teilnehmern in Kontakt und begleiten ihre weitere Entwicklung in regelmäßigen, zunehmend größeren Abständen.

Sollte ein Teilnehmer in schwierige Lebenssituationen geraten oder erneut intensivere Unterstützung benötigen, besteht jederzeit die Möglichkeit, wieder in ein engeres Coaching einzusteigen.

Ehemalige Teilnehmer bleiben Teil unserer Stiftungsfamilie. Sie können weiterhin auf unser Netzwerk zurückgreifen, unsere Räumlichkeiten nutzen und den Austausch mit Coaches und anderen Teilnehmern pflegen.  

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